Gutachten prüfen Machen Gutachten Sinn ? Studien

Studien über die Qualität der erstellten Gutachten (Familiengericht)

Da Prozesse am Familiengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt finden, dringt nur wenig von den Vorgehensweisen nach Außen. Dadurch wissen viele Eltern, die ein schlechtes Gutachten erhalten haben nicht, dass sie nicht die Einzigen sind die durch ein schlechtes Gutachten ihre Kinder verloren haben oder in ihren Kontakten zu ihrem Kind eingeschränkt werden. Es gibt allerdings Studien zu dem Thema bezüglich der Qualität der Gutachten am Familiengericht. Diese Studien legen offen, dass ca. 75 – 80 % der Gutachten unverwertbar sind. Das diese Gutachten trotzdem von vielen Richtern nicht als unverwertbar abgelehnt werden, ist ein Skandal.

Ergebnisse der Gutachtenstudie der IB-Hochschule Berlin zu familienrechtlichen Streitigkeiten

Zitat: (…) 14.09.2015 – 12:34

„Berlin (ots) – Am 07.09.2015 berichtete das ZDF im heute journal (http://ots.de/Iq7Et) und am 08.09. in Frontal 21 (http://ots.de/8cmsp) über die Gutachtenstudie an der IB-Hochschule Berlin, bei der eine Stichprobe von 272 Gutachten in familienrechtlichen Streitigkeiten aus allen Bundesländern untersucht wurde. 75 Prozent aller Gutachten in Deutschland sind mangelhaft so das Fazit der Studie. „Diese Gutachten haben gravierende Mängel bei den Testverfahren und den Methoden der Gesprächsführung. Außerdem entsprechen sie nicht dem aktuellen Forschungsstand“, erklärt Werner Leitner, Professor für Angewandte Psychologie an der IB-Hochschule Berlin.“

Quelle:Presseportal, IB GIS MBH / IB HOCHSCHULE, (14.09.2015), Ergebnisse der Gutachtenstudie der IB-Hochschule Berlin zu familienrechtlichen Streitigkeiten <http://www.presseportal.de/pm/110275/3121356> (aufgerufen am 21.09.2015)

Studie der FernUniversität wertete 116 Gutachten im OLG-Bezirk Hamm aus

„Erhebliche handwerkliche Fehler“ bei der Erstellung rechtspsychologischer Gutachten haben Prof. Dr. Christel Salewski und Prof. Dr. Stefan Stürmer vom Institut für Psychologie der FernUniversität in Hagen festgestellt, als sie jetzt in einer Studie 116 Gutachten aus den Jahren 2010 und 2011 im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm untersuchten. Insbesondere fanden sie zahlreiche mangelnde psychologische Fundierungen des gutachterlichen Vorgehens und den Einsatz fragwürdiger Diagnoseinstrumente: „Tatsächlich erfüllt nur eine Minderheit der Gutachten die fachlich geforderten Qualitätsstandards“, so Prof. Salewski. Ein Zusammenhang zwischen rechtspsychologischer Fachausbildung und Qualität der Gutachten liegt für beide Wissenschaftler nahe.

Quelle: Gerd Dapprich | 01.07.2014 https://www.fernuni hagen.de/universitaet/aktuelles/2014/07/01-am-rechtspsychologie.shtml  (aufgerufen am 22.01.2017)

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