Gesetze und Urteile zum Thema Gutachter Schadenersatz und Schmerzensgeld

Urteil vom LG Bad Kreuznach,Tatsachenbehauptung, deren Wahrheitsgehalt der Beklagte nicht bewiesen hat.

Immer wieder kommt es vor, dass Gutachter Eltern in ihren Gutachten eine psychische Krankheit unterstellen, ohne die Eltern mittels anerkannter Methoden untersucht zu haben. Oft kennen die Gutachter die Eltern noch nicht einmal weil diese an der Begutachtung nicht mitwirkten. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Urteil vom Landgericht Bad Kreuznach.

LG Bad Kreuznach: Behauptung einer chronifizierten Persönlichkeitsstörung ist eine Tatsachenbehauptung

BGB §§ 823, 1004; StGB § 184

Dem Kläger steht gegen den Beklagten ein Anspruch auf Widerruf der Behauptung, dass bereits im Jahre 1996 im Auftrag eines Gerichts eine psychiatrische Begutachtung zu dem Ergebnis einer chronifizierten Persönlichkeitsstörung (paranoiden Persönlichkeitsstörung) beim Kläger gelangt wäre, zu, §§ 1004 analog, 823 BGB iVm § 186 StGB.
Bei dieser vom Beklagten aufgestellten Behauptung handelt es sich um eine Tatsachenbehauptung, deren Wahrheitsgehalt der Beklagte nicht bewiesen hat und die rechtswidrig in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Klägers eingreift, da sie geeignet ist, den Kläger verächtlich zu machen und herabzuwürdigen. (Leitsatz der
Redaktion)

LG Bad Kreuznach, Urteil vom 11.07.2014 – 4 O 114/13, BeckRS 2014, 17146

(Dies ist keine Rechtsberatung. Fragen sie Ihren Anwalt wenn sie vorhaben diese Information für ihr Verfahren zu nutzen)

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